Verleihung der Stadtrechte

Wann die heutige etwa um 1245 gegründete Stadt Lügde Stadtrechte erhielt, ist durch kein schriftliches Zeugnis belegt. Auf einer im Jahre 1195 in der Münzstätte Lügde geprägten Münze des Grafen Gottschalk I. von Pyrmont wird Lügde schon als „Lud civitas” bezeichnet. Aus der Tatsache, dass Lügde schon damals das Recht zur Prägung von Münzen hatte, könnte gefolgert werden, dass Lügde zu dieser Zeit schon Stadtrechte besaß. Mit dem Bau der Befestigungsanlagen ist, wie aus verschiedenen Urkunden vermutet werden kann, kurz vor 1240 begonnen worden. Fertiggestellt wurden die Anlagen gegen 1246. Als spätestes Datum der Verleihung der Stadtrechte wird man wohl dieses Datum annehmen müssen.