Wer kratzt denn da? – Wissenswertes über die Buche und wie man mit einem Baum telefonieren kann

Erlebnisstation auf dem Naturerlebnispfad am Lügder Schildberg

Wer kratzt denn da? © Carolin Nasse

Wenn du dich hier im Wald umschaust, erkennst du viele verschiedene Baumarten, die sich durch ihre Blätter und Baumrinde gut voneinander unterscheiden lassen. Hier im Wald am Schildberg wachsen besonders viele Buchen. Du erkennst die Buchen an ihrer glatten, silbergrauen Rinde und an ihrem Samen, den Bucheckern. Diese sind im September reif und werden besonders von Vögeln, Wildscheinen und Nagetieren gerne gegessen. Probiere einfach selbst mal eine Buchecker, sie schmeckt dir bestimmt. (Iss nur nicht zu viel davon, sonst könntest du Bauchschmerzen bekommen.) Im Herbst erkennst du Buchen auch daran, dass sie sehr viel Laub abwerfen. Etwa 800.000 Blätter wachsen an einer Buche. Hättest du das gedacht?

Schon gewusst? Eine Buche kann bis zu 40 Meter hoch werden und bis zu 400 Jahre alt. Dabei wächst der Baum nicht nur in die Höhe, sondern er wird auch dicker. Jedes Jahr bildet er einen neuen Wachstumsring, bestehend aus dem hellen Frühjahrs- und dem dunklen Sommerholz. Wenn du wissen möchtest, wie alt ein gefällter Baum ist, dann kannst du das anhand der Jahresringe zählen.

Erstaunlich ist, dass eine Buche eine Gesamtwurzellänge von über 23 Kilometern aufweisen kann. Die Wurzeln geben dem Baum Stabilität, damit er nicht umkippt. Außerdem nimmt der Baum über die Wurzeln das Wasser auf dem Boden auf. Durch den Stamm wird das Wasser nach oben in die Äste und Blätter geleitet. Der Stamm leitet aber nicht nur Wasser. Er kann auch wunderbar Geräusche weiterleiten. Diese Eigenschaft wird auch von den Tieren im Wald genutzt. So hört der Specht die Maden im Holz, und das Eichhörnchen hört einen Angreifer durch die Kratzgeräusche der Krallen am Baum.

Baumtelefon © Carolin Nasse

Probiere es doch einfach mal selbst aus an unserem Baumtelefon: Leg dein Ohr an die eine Seite des Stammes und lass eine zweite Person am anderen Ende klopfen oder kratzen. Du wirst überrascht sein, wie deutlich du die Geräusche hören kannst.
Wenn du genau hinschaust, dann merkst du, dass unser Baumtelefon keine Buche ist. Der Stamm ist zwar auch grau, aber nicht so glatt wie bei einer Buche, es ist der Stamm einer Lärche.