Wer springt wie weit?

Erlebnisstation auf dem Naturerlebnispfad am Lügder Schildberg

Wer springt wie weit? © Carolin Nasse

Hättest du das gedacht? Unter den Waldtieren sind richtige Weitspringer. Hier kannst du testen, mit welchem Waldtier du beim Weitsprung mithalten kannst. Nimm Anlauf und versuche im Sprungbecken so weit zu springen, wie du kannst. Anschließend kannst du am Rand des Sprungbeckens ablesen mit welchem Tier im Wald du dich messen kannst.

Unglaublich, aber wahr! Die besten Weitspringer erreichen bei den Männern fast neun Meter (Weltrekord: 8,95 m) und bei den Frauen über sieben Meter (Weltrekord: 7,52 m). An der Spitze der tierischen Rekord-Weitspringer sind das Riesen-Känguru mit 13,5 Metern und der Schneeleopard mit 14 Metern.

Eichhörnchen: Das Eichhörnchen ist der Klettermeister in unserem Wald. Dank seines Körperbaus kann es sehr weit von Ast zu Ast springen. Das Eichhörnchen ist 20 bis 25 cm lang dazu hat es einen 15 bis 20 cm langen Schwanz, den es zum Springen und Klettern nutzt. Mit den Krallen an seinen Pfoten hat es einen guten Halt und kann damit ganz leicht an einem Baumstamm gerade hochklettern. Auch am Boden bewegt sich das Eichhörnchen sehr flink und erreicht dort eine Sprungweite von 90 cm.

Waldmaus: Waldmäuse sind sehr flink: Sie können gut klettern, laufen, springen und sogar schwimmen. Eine Waldmaus ist in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. An ihren Vorderpfoten hat sie vier Zehen mit Krallen, sodass die Waldmaus ihre Nahrung beim Fressen gut festhalten kann. Auf ihrer Speisekarte stehen vor allem Nüsse, Früchte und auch Insekten, die sie mit 70 cm weiten Sprüngen fängt.

Baumarder: Wie schon der Namen erahnen lässt, verbringt dieses Tier viel Zeit damit, auf Bäume zu klettern. Dort kann er sich ein schönes Versteck zum Ausruhen suchen. Auf die Jagd geht der nachtaktive Marder sowohl auf Bäumen als auch am Boden, wobei er 1,5 Meter weit springt. Zu den Beutetieren gehören Vögel und kleinere Säugetiere. Aber er frisst auch mal ein paar Beeren und Früchte oder klaut Vogeleier aus den Nestern.

Feldhase: Der Feldhase kann 3 Meter weit und zwei Meter hoch springen. Berühmt sind seine blitzschnellen Richtungswechsel. Er biegt abrupt ab und schlägt einen Haken, um seine Verfolger zu verwirren. Auf der Flucht flitzt der Hase mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde über den Acker.

Wildschwein: Wildschweine wirken sehr bedrohlich, dabei sind sie eigentlich eher ängstlich. Zur Sicherheit gilt aber auch hier: die Wege möglichst nicht verlassen! Wenn man doch mal einem Wildschwein im Wald begegnet, sollte man sich ruhig verhalten und sich langsam zurückziehen. Denn etwa im April kommen die Wildschweinkinder (Frischlinge) zur Welt. Zu dieser Zeit sollte man aufpassen, denn die Wildschweinmutter fühlt sich schnell bedroht und geht auch zum Angriff über, um ihre Jungen zu schützen. Dabei kann das Wildschwein Sprünge von bis zu 4 Metern machen.

Reh: Das Reh hat sehr schlechte Augen, aber eine Brille braucht es trotzdem nicht! Diese Schwäche gleicht es nämlich durch sein gutes Gehör und den feinen Geruchssinn aus. Sich nähernde Feinde werden somit schnell wahrgenommen. Rehe halten sich meist auf Wiesen oder Feldern auf, wo sie Gräser und Kräuter fressen. Wenn sie eine Gefahr wittern, flüchten sie mit schnellen und etwa 6 Meter weiten Sprüngen in den Wald um sich dort im Dickicht zu verstecken.