Von Hexen und seltsamen Steinen

Erlebnisstation auf dem Naturerlebnispfad am Lügder Schildberg

Von Hexen und seltsamen Steinen © Carolin Nasse

Gibt es sie immer noch, die Hexen auf dem Schildberg? Einer alten Überlieferung nach sollen hier auf dem Schildberg nachts Hexen durch den Wald geistern und ihr Unwesen treiben. Aus diesem Grund wird das Gebiet auch „Hexentanzplatz“ genannt. Die Überlieferung besagt, dass die Hexen die Bewohner der nahe gelegenen Schildburg durch ihren ständigen Schabernack so verängstigten, dass diese schon nach kurzer Zeit ihre Wohnstätte wieder aufgaben. Jetzt ist es an dir: Was meinst du, gibt es hier auf dem Berg wirklich noch Hexen?

Hier oben auf dem Berg kannst du auch noch andere Entdeckungen machen. Wenn du genau hinschaust, kannst du abseits der Wege Steine entdecken. Auf der einen Seite der Steine steht die Inschrift „FWP“ und auf der anderen Seite sind die Buchstaben „KP“ in den Stein gemeißelt. Was glaubst du, was diese Steine bedeuten könnten?

Diese Steine sind Grenzsteine. Damit wurde in früherer Zeit, als noch Fürsten und Könige regierten, die Grenze zwischen zwei Gebieten markiert. „FWP“ bedeutet „Fürstentum Waldeck-Pyrmont“ und „KP“ steht für „Königreich Preußen“, zu dem einst auch Lügde gehörte. Die Grenzsteine stammen aus den Jahren 1688 und 1844.

Die Geschichte von den Riesen vom Schildberg und vom Osterberg

"In der Zeit, als die Hünen aus dem Land vertrieben wurden, blieben schlißelich noch zwei Riesen übrig. Einer wohnte auf dem Schildberg, der andere auf dem Osterberg, die beide im Emmertal bei Lügde liegen. Weil sie beide so groß und stark waren, wagte es kein Mensch sich mit ihnen anzulegen. Wenn sie nun zu Mittag Brei gekocht hatten, reichten sie sich diesen in riesigen Löffeln gegenseitig über das Tal von Berg zu Berg. Wenn wundert´s, dass dann die Menschen unten im Tal immer einen gehörigen Schrecken bekamen." [Nach Kuhn1859]