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Verbraucherempfehlungen

Wasser sparen

Haushalt

  • Geschirrspüler und Waschmaschine nur vollbeladen laufen lassen
  • Duschen statt Vollbad
  • Wasserspar-Duschkopf statt Standard-Duschkopf installieren
  • Waschmittel richtig dosieren
  • Lebensmittel möglichst regional und saisonal und aus ökologischem Anbau kaufen
  • Keine Schadstoffe (z.B. Farbreste, Medikamente) in der Toilette oder Spüle entsorgen

Garten

  • In den Morgen- oder Abendstunden gießen
  • Gesammeltes Regenwasser zum Gießen nutzen
  • Möglichst effizient gießen, nicht auf die Blätter, besser nahe am Erdboden
  • lieber seltener gießen und gut durchfeuchten, als täglich wenig – regionale Gießempfehlung des Deutschen Wetterdienstes berücksichtigen, Pflanzen beobachten
  • die Hinweise und Allgemeinverfügungen der Kommunen zur Wasserentnahme aus Bächen, Flüsse und Seen sowie aus Gartenbrunnen berücksichtigen, die Hinweise dienen z.B. dem Schutz der Ökosysteme und zur Unterstützung des wassersparenden Gießens (z.B. nur in den Abendstunden)

Pool

  • möglichst vor der sommerlichen Trockenheit befüllen
  • nach Möglichkeit nachts befüllen 
  • Pool „pflegen“, z.B. abdecken, Hygiene beachten

Vermeidung von Stagnation (Stilstand in den Wasserleitungen)

Die wichtigste Regel zur Vermeidung von Stillstand in Wasserleitungen, ist der regelmäßige Austausch des Wassers in den Leitungen: „Wasser muss fließen!“ . Hier könnten zum Beispiel technische Lösungen wie Hygienespülanlagen eingesetzt werden. Diese System sorgen automatisch dafür, dass der Wasserinhalt der Trinkwasserrohrleitungen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht wird.

Bei größeren Anlagen können auch die folgenden Informationen helfen:

1. Abtrennung von nicht mehr genutzten Anlagenteilen

Werden Gebäude- oder Anlagenteile nicht mehr genutzt, ist es unumgänglich, diese abzutrennen oder idealerweise rückzubauen, da ein regelmäßiger Wasseraustausch nicht gewährleistet wird.

2. Kurze Rohrleitungsführung und richtige Dimensionierung

Eine möglichst kurze Rohrleitungsführung verhindert, dass das Trinkwasser unnötige Strecken zurücklegen muss. Werden Rohrquerschnitte richtig dimensioniert, werden im Betrieb auch die nötigen Strömungsgeschwindigkeiten erreicht.

3. Häufige Entnahmestellen am Ende von Stichleitungen anordnen

Hygienisch problematisch sind Stichleitungen, die nur selten oder im schlimmsten Fall gar nicht benutzt werden. Wichtig ist es daher, häufig genutzte Entnahmestellen an ihrem Ende anzuordnen – zum Beispiel Spülkästen, die für einen regelmäßigen Wasseraustausch sorgen.

4. Auslegung der Warmwasserspeicher so klein wie möglich

Werden Warmwasserspeicher richtig dimensioniert, entsprechen sie dem tatsächlichen Wasserverbrauch eines Haushalts.


5. Trennung der Löschwasser­versorgung

Die DIN 1988-600 schreibt es vor: Feuerlösch- und Brandschutzanlagen dürfen nicht unmittelbar an die Trinkwasserversorgung gekoppelt sein. Da das Wasser in Löschanlagen stets stagniert und kein Durchfluss stattfindet, müssen sie ausreichend abgesichert sein.

Verbot von Bleileitungen

Die am 24.06.2023 in Kraft getretene, novellierte Trinkwasserverordnung sieht ein Verbot von Bleileitungen vor. Demnach sind bis zum 12.01.2026 alle Bleileitungen und auch Teilstücke zu entfernen oder stillzulegen. Auch kleinere Teilabschnitte aus Bleileitungen können in Kombination mit anderen metallenen Werkstoffen zu hohen Bleigehalten im Wasser führen. Deshalb ist beim Austausch von Bleileitungen darauf zu achten, dass diese vollständig ausgetauscht werden und eine Entfernung auch von Teilstücken zwingend notwendig ist.

Wie Sie Bleileitungen erkennen und welche Rechte Sie haben:

  • Bleirohre und damit bleihaltiges Trinkwasser kann es höchstens noch in älteren Gebäuden geben (Baujahr vor 1973).
  • Wenn Sie unsicher sind, prüfen Sie das Leitungsmaterial.
  • Kontrollieren Sie sichtbare Leitungen (z. B. im Keller vor und hinter dem Wasserzähler). Bleileitungen sind im Gegensatz zu Kupfer- oder Stahlleitungen weicher. Sie lassen sich mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheinen silbergrau.
  • Fragen Sie bei Ihrem Vermieter, Hausverwalter oder Hauseigentümer nach, wann die Wasserleitungen installiert wurden und aus welchem Werkstoff sie sind.
  • Im Zweifelsfall kann eine fachgerechte Labormessung Aufschluss über die Bleibelastung des Trinkwassers geben. Solche Messungen sind jedoch kostenpflichtig.
  • Bleifreie Leitungen sind Ihr gutes Recht: Hausbesitzer und Wasserwerke sind zum Austausch oder zum Stilllegen von Bleileitungen und Teilstücken von Bleileitungen verpflichtet.