Immer mehr Einwegbecher-freie-Zonen in Bad Pyrmont und Lügde

Einer Studie des Umweltbundesamtes zufolge landen allein in Deutschland jährlich 2.800.000.000 Einweg-Kaffeebecher im Müll. Das sind 7.680.000 Becher pro Tag, 320.000 in einer Stunde und 89 in jeder Sekunde. Vielen Menschen ist das ein Dorn im Auge. Sie möchten, dass die Einweg-Kaffee-Becher aus dem Alltag verschwinden.

Auch wir von den Fairtrade-Steuerungsgruppen in Bad Pyrmont und Lügde setzen uns dafür ein. Denn Nachhaltigkeit, Natur- und Klimaschutz, sowie ein achtsamer Umgang mit Ressourcen sind wichtige Handlungsmaximen des fairen Handels.

Info-Stellwand der Fairtrade-Schule, der Max-Born-Realsschule Bad Pyrmont © Volker Thiele

Seit dem 27. Mai 2019 ist auch die Mensa im Schulzentrum von Bad Pyrmont „Einwegbecher-freie-Zone“. In der Mensa werden To-go-Getränke jetzt im FairCup serviert. Dafür haben sich neben den Mitgliedern der Fairtrade-Steuerungsgruppe Bad Pyrmont auch Schüler-/innen der drei Bad Pyrmonter Schulen stark gemacht. Der FairCup ist ein Mehrweg-Pfandbecher, der in Lügde bereits im Umlauf ist. Übrigens, der FairCup ist als erstes Mehrwegbechersystem mit dem Umweltzeichen »Blauer Engel« ausgezeichnet worden (Quelle: www.blauer-engel.de).

Ein Mehrwegbechersystem macht jedoch nur Sinn, wenn der Pfandbecher dem Kreislauf nicht entzogen wird. Also, wenn er nicht im Küchenschrank oder gar im Müll landet. Anbieter von Coffee-to-go in Pfandbechern beklagen oft, dass sie mehr Becher ausgeben, als sie zurückbekommen. Auch wir von den Fairtrade-Steuerungsgruppen haben diese Erfahrung bei Veranstaltungen gemacht. Oft sagen uns die Menschen: „Das ist ja ein schöner Becher, so einen habe ich noch nicht. Den behalte ich.“ Aber: Ein Pfandbecher ist kein Kaufbecher.

Ein Pfandbecher wie der FairCup ist ja dafür gedacht, Ressourcen zu schonen. Denn je länger ein Becher sich im Kreislauf befindet, je häufiger er verwendet wird, desto besser. Wird er aber dem Kreislauf entzogen, beispielsweise weil er in vielen Haushalten als Kaffeetassenersatz dient, müssen mehr Becher erzeugt und dem Kreislauf zugeführt werden. Daher unsere Bitte: Helfen Sie mit, vermeiden Sie Einweg-Becher! Und denken Sie daran den Pfandbecher wieder abzugeben. Als „Belohnung“ gibt es das Pfand zurück, oder gegen einen kleinen „Aufpreis“, frischen Kaffee im sauberen Pfandbecher.

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, wenn Sie sich ihren eigenen Coffee-to-go-Becher befüllen lassen, sofern Ihr Café Ihnen das anbietet. Auch das ist nachhaltig. Wichtig ist, dass wir mit unseren Ressoucen haushalten, das wir der Wegwerfmentalität ein Ende setzen.

Mehr Informationen zum Thema:

luegde.de/fairtrade

29.5.2019, Foto und Text: Volker Thiele