Verkehrswende mit attraktiven Angeboten in die Tat umsetzen: Lügde setzt auf vernetzte Mobilität

Bürgermeister Torben Blome unterzeichnet Rahmenvereinbarung zur Mitgliedschaft im Zukunftsnetz Mobilität NRW

Mobilität wird für Städte und Gemeinden zunehmend zum Standortfaktor. Um neue Wege in lebenswerten Städten zu sichern und für eine ver-lässliche Anbindung der ländlichen Räume an die Ballungszentren zu sorgen, müssen durchgängige und übergreifende Mobilitätsketten geschaffen wer-den. Mit dem Anfang Oktober 2022 erfolgten Beitritt zum Zukunftsnetz Mobilität NRW bekommt die Stadtverwaltung nun Unterstützung, um passende Möglichkeiten für Lügde zu erarbeiten. In der jüngsten Ratssitzung der Osterräderstadt stellte sich das Zukunftsnetz auf Einladung von Bürgermeister Torben Blome vor.

„Vernetzte, klimafreundliche Mobilität wird in unserer Stadt großgeschrie-ben“, betont Torben Blome. So wird am Bahnhof Lügde eine Mobilstation errichtet, die künftig verschiedene Verkehrsmittel an einem Ort verknüpft und Fahrgästen ermöglicht, flexibel zwischen Öffentlichem Nahverkehr oder anderen Mobilitätsangeboten zu entscheiden. Mit der Mobilstation, die vom Kreis Lippe über EFRE-Fördermittel organisiert wurde, werden die Lügder Bürger*innen von einem P+R Parkplatz mit E-Ladesäule, einer Fahrradabstellanlage samt radbox.nrw Buchungssystem und Reparaturstation sowie einem digitalen Fahrgastinformationssystem profitieren. „Indem wir attraktive Alternativen zum privaten Pkw schaffen, leisten wir einen aktiven Bei-trag, um die Verkehrswende in die Tat umzusetzen“, betont der Bürgermeister. „Daher freuen wir uns darauf, das umfangreiche Beratungs- und Praxisangebot sowie den konstruktiven Erfahrungsaustausch mit den weiteren Mitgliedern des Zukunftsnetz Mobilität NRW nutzen zu können.“

Expertise nutzen

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein Unterstützungsnetzwerk, das Kommunen dabei berät und begleitet, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel: attraktive Mobilitätsangebote zu schaffen, sodass alle Menschen in NRW nachhaltig und klimaneutral mobil sein können. Andere Bundesländer nutzen das Zukunftsnetz Mobilität NRW mittler-weile als Vorlage für eigene Konzepte für kommunales Mobilitätsmanage-ment. Diese Expertise nutzt nun auch Lügde. Gefördert wird die Arbeit durch das Ministerium für Verkehr, Umwelt und Naturschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Angebote zahlen sich aus

Neben der Qualifizierung und Vernetzung der Verwaltungsmitarbeiter*innen gehört es auch zur Arbeit des Zukunftsnetz Mobilität NRW, Veränderungs-prozesse in der kommunalen Verkehrsplanung hin zur Entwicklung neuer Mobilitätsangebote anzustoßen. Drei regionale Koordinierungsstellen be-treuen die Mitglieder vor Ort und sind jeweils bei den Verkehrsverbünden oder Zweckverbänden der Region angesiedelt, um das regionale Wissen und bestehende Netzwerke optimal zu nutzen. Im Bereich Westfalen-Lippe ist das der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Marcus Heidebrecht, Sach-gebietsleiter für den Raum Ostwestfalen-Lippe der dortigen Koordinierungs-stelle: „Nachhaltige Mobilität zu planen, zu etablieren und zu leben ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Immer mehr Kommunen im NWL-Raum vernetzen sich mit der Zielsetzung, Klimaschutz aktiv in die Tat umzusetzen. Daher freuen wir uns, Lügde als Partner mit starker Expertise und kreativen Ideen als neues Mitglied begrüßen zu dürfen.“

Insgesamt sind bereits rund 290 Kommunen in ganz Nordrhein-Westfalen Mitglied im Zukunftsnetz, nahezu 160 davon im Bereich Westfalen-Lippe.

Weitere Informationen unter: www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de 

Unna/Lügde, 25. Oktober 2022