„Unser Dorf hat Zukunft“

Bürgermeister Torben Blome ruft die Lügder Ortsteile auf, beim diesjährigen Dorfwettbewerb mitzumachen und hofft auf rege Teilnahme.

Bürgerschaftliches Engagement und eine ganzheitliche Dorfentwicklung – darauf legt der diesjährige Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Nordrhein-Westfalen einen Schwerpunkt. Die erste Stufe des Wettbewerbs ist die Kreiswertung: In Nordrhein-Westfalen müssen am Kreiswettbewerb teilnehmende Dörfer bis zum 14. April 2022 an die Landwirtschaftskammer NRW gemeldet werden.

Unter den Teilnehmerinnen einer Fachtagung der Landwirtschaftskammer NRW und des Zentrums für ländliche Entwicklung (ZeLE) am 29. Januar 2022 war neben Bürgermeister Blome auch Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser: „Ich freue mich über das große Interesse an der Veranstaltung. Nachdem wir den Landeswettbewerb um ein Jahr verschieben mussten, stimmt die heutige Veranstaltung auf den Wettbewerb ein und bietet Gelegenheit, über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für Dorfgemeinschaften zu sprechen“, sagte die Ministerin. Sie rief die anwesenden Dorfgemeinschaften dazu auf, Teil des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ als größte Bürgerinitiative der ländlichen Räume zu werden und die Zukunft des eigenen Dorfes aktiv mitzugestalten. In die Bewertung der Bewerbungen sollen nicht nur das erreichte Niveau, sondern auch die Ausgangssituation des Dorfes und seine Entwicklungsschritte einfließen.

Heinen-Esser betonte, dass bereits die Teilnahme an dem Wettbewerb, unabhängig von der Platzierung, ein großer Gewinn für die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes sei: „Menschen schließen sich zusammen, um Perspektiven für Dorf und Region gemeinschaftlich aufzubauen und nachhaltig umzusetzen. Durch den Dorfwettbewerb werden Prozesse vorangetrieben, die häufig auch nach der Durchführung ihre Fortsetzung finden. Dabei zeigt sich unter anderem immer wieder, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement bei der Entwicklung unserer Dörfer und Regionen ist.“

Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen müssen sich vielfältigen Herausforderungen stellen: Insbesondere fernab der Ballungsräume haben Dörfer und ländliche Regionen mit Leerständen bei Wohn- und Gewerberaum sowie Problemen mit der Infrastruktur zu kämpfen. Im Rahmen der Fachtagung wurden positive Beispiele aus den Bereichen Leerstandsmanagement, Klimaschutz und Jugendbeteiligung vorgestellt, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

„Die Corona-Pandemie, aber auch die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie wichtig das Engagement und der Zusammenhalt von Bürgerinnen und Bürgern gerade in Krisenzeiten sind. In vielen Dörfern haben sich Menschen zusammengetan, um ihre Nachbarn in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Gemeinsam müssen wir uns dafür einsetzen, Dörfer und Regionen zukunftssicher zu machen. Der Dorfwettbewerb kann hierzu wichtige Impulse geben und den inneren Zusammenhalt des Dorfes stärken“, sagte die Ministerin.

„Unser Dorf hat Zukunft“ – vom Kreis- zum Bundeswettbewerb

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet auf Kreis-, Landes- und Bundesebene statt und baut aufeinander auf. Siegreiche Dörfer qualifizieren sich jeweils für den Wettbewerb auf der nächsten Ebene. In Nordrhein-Westfalen müssen die teilnehmenden Dörfer am Kreiswettbewerb bis zum 14. April 2022 an die Landwirtschaftskammer NRW gemeldet werden. Frist für die Meldung der Kreissieger als Teilnahmebedingung für den Landeswettbewerb ist dann der 15. Juni 2022. An diesem Datum stehen die Sieger der Kreiswettbewerbe und damit zugleich die Teilnehmer am Landeswettbewerb fest. Im August 2022, nach den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, wird die Landesbewertungskommission die teilnehmenden Dörfer bereisen und bewerten. Die Sieger des Landeswettbewerbs wiederum qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2023.


Weitere Informationen:

www.dorfwettbewerb.de

Ansprechpartnerin beim Kreis Lippe ist Dorfcoach Laura Schuster (l.schuster@kreis-lippe.de / 05231 621044).

Zum Dorfcoach:

Mit einer gezielten Unterstützung von dörflichem Engagement durch den „Dorfcoach“ des Kreises Lippe soll unter anderem die Zusammenarbeit der Dörfer untereinander gestärkt werden, um so Synergieeffekte zu erzeugen und zu nutzen. Weitere Aufgabenschwerpunkte sind beispielsweise die Förderung und Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements, Stärkung der Identifikation sowie der als Orte für Wohnen, Leben und Erholung.

Neben den Unterstützungsangeboten bei Veranstaltungen, Workshops und Vereinsaktivitäten bringt der Dorfcoach auch einen Fördertopf für kleine Maßnahmen bis 500 € mit, um schnell und gezielt Projekte umsetzen zu können. Sollte die Förderung nicht ausreichen, gibt es auch Hilfestellung bei der Beantragung von externen Fördermitteln.


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16.02.2022