Lügde – vom Kreis Höxter zum Kreis Lippe

Am 24. März 1969 unterzeichneten die Vertreter der Stadt Lügde sowie die Gemeinden Harzberg, Elbrinxen, Falkenhagen, Hummersen, Köterberg, Niese, Sabbenhausen und Wörderfeld einen Gebietsänderungsvertrag, der den Zusammenschluss aller Gemeinden zu einer neuen Gemeinde zum Inhalt hat. Rischenau war zunächst nicht vertreten.

Am 11. November 1969 beschloss der Landtag NRW das Gesetz zur gemeindlichen Neuordnung des Kreises Detmold. Gemäß § 7 des Gesetzes wurde per 1.1.1970 eine neue Großgemeinde Lügde gebildet (unter Einschluss der Gemeinde Rischenau). Die neue Großgemeinde Lügde wurde dem Kreis Detmold zugeordnet. Der Kreis Detmold schloss sich später mit dem Kreis Lemgo zum neuen Kreis Lippe zusammen. Die Kernstadt schied damit aus dem Kreis Höxter aus.

Nach Hermann Engel (a.a.O. S. 195) hat damit der „westliche Nachbar Lippe”, der bereits im 13. Jahrhundert bei der Gründung des „oppidum lude” die wesentlichen Impulse gegeben hatte, sein „Patenkind” aufgenommen.

Weiterhin dürfte unbekannt sein, dass es auch schon früher Überlegungen gab, die Kernstadt an den Kreis Detmold anzuschließen. Die Fürstin Pauline von Detmold hatte damals jedoch aus den verschiedensten Gründen die einzige Chance zu einer Gebietsvermehrung ausgeschlagen, die sich überhaupt bot (s, E. Kittel a.O. S. 199).