Wandergebiet Köterberg

Aussichtsreiche Touren rund um den höchsten Berg Lippes

Panorama Köterberg

Von weithin ist der markante Gipfel des 497m hohen Köterbergs zu erblicken. Die unbewaldete Kuppe mit dem Fernmeldeturm und dem Köterberghaus bildet die südliche Grenze der Osterräderstadt Lügde. Hier treffen sich die nordrhein-westfälischen Kreise Lippe und Höxter und der niedersächsische Landkreis Holzminden. Der Panoramaausblick bietet eine fantastische Fernsicht, die vom Hermannsdenkmal in Detmold bis zum Brocken im Harz reicht.

1: Siedler-Tour – Köterberg, ein Dorf des Klosters Falkenhagen

Dieser Rundweg führt auf rund 4 km um das Dorf Köterberg und eröffnet immer wieder wunderschöne Ausblicke, unter anderem zum Kloster Falkenhagen. Das Kloster ist historisch eng verbunden mit dem Dorf Köterberg. Infolge der Eversteinische Fehde von 1407 waren sowohl das Kloster als auch die umliegenden Ortschaften zerstört. Nach dem Wiederaufbau durch den Kreuzherrenorden warben die Mönche Siedler an, um die wüstliegenden Orte wieder zu beleben, so auch das Dorf Köterberg. Noch heute zeugen zwei Wegekreuze hier von der besonderen Beziehung zum ehemaligen Kloster.
Highlights der Wanderung sind die fantastischen Ausblicke, unter anderem über das Dorf, die Ottensteiner Hochebene und zum Wesertal mit dem Voglerkamm. Geheimnisvoll und verwunschen führt der Weg u. a. durch eine Schlucht im Wald.

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2: Panorama-Tour – einfach märchenhaft

Diese Tour führt auf überwiegend naturbelassenen Pfaden auf rund 4 km einmal um die Kuppe des Köterbergs und durch die verlassene Siedlung Strohberg. Kurz nach Start im Dorf Köterberg gibt es an der Roten Wand einen eindrucksvollen Einblick in den geologischen Aufbau des Berges. Auf Wiesenwegen und lichten Waldrandwegen mit gemütlichen Ruhebänken können Sie immer wieder fantastische Ausblicke in die weite Landschaft genießen.
Gleich zweimal kreuzen Sie auf dieser Wanderung die Grenze von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der schmale niedersächsische Grenzschlauch zeugt noch von den Gebietsansprüchen des Herzogs von Braunschweig, verbunden mit der Hoffnung so Zugang zu den vermeintlichen Schätzen des Berges zu haben.

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3: Natur auf der Spur – Entdeckungen auf grünen Pfaden

Diese 3 km lange Rundwanderung startet auf dem Gipfel des Köterbergs und führt zunächst über die Niedersachsenwiese hinunter zu einem Heckensaum, in dem sich noch einige historische Grenzsteine verbergen. Hier lassen sich viele botanische Entdeckungen machen. Über einen Waldweg geht es zur Südseite des Berges. Hier genießen Sie eine ganz besondere Stille und Abgeschiedenheit. Am Wegesrand zeugen viele besondere Pflanzen von de Artenvielfalt dieses sonnigen Standorts. Anschließend folgen Sie einem schönen Wiesenweg mit angenehmer Steigung zurück zum Gipfel.

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Weitere Touren

Neben den Rundwanderwegen verlaufen über den Köterberg auch mehrere Fernwanderwege, dazu gehören der Bieterfeldweg (Markierung: Raute 6), der Kasseler Weg (Markierung: X18) und der Uslar Weg (Markierung: X 19)

Weiterführende Informationen

Flyer Wandergebiet Köterberg [PDF: 2,6 MB]

Wissenswertes

Der Dreiherrenstein: Unweit des Gipfels an der Waldgrenze steht ein auf den ersten Blick recht unscheinbarer Grenzstein (siehe Karte). Die Geschichte hinter diesem Stein ist dafür umso spannender. Es handelt sich dabei um den Dreiherrenstein. Hier lag früher die Grenze der König- und Fürstentümer Hannover, Westfalen, Braunschweig, Walddeck-Pyrmont und Lippe. Von Zeit zu Zeit trafen sich die edlen Herren zum gemeinsamen Schmaus und Trank an genau diesem Stein. Jeder saß dabei auf dem Zipfel seines eigenen Landes.

Hätten Sie gewusst…?
…dass man den Köterberg auch „Monte Wau Wau“ nennt? Aber tatsächlich hat der Name nichts mit Hunden zu tun. Köterberg leitet sich von dem Wort „Kötterberg“ ab, was so viel wie Grenzberg heißt.

Hätten Sie gewusst…?
…dass der Köterberg ein wahrhaft sagenhafter Ort ist? Wilhelm Grimm, einer der beiden berühmten Brüder Grimm erwanderte 1814 den Köterberg und berichtete „An ihn haben sich natürlich viele Sagen geknüpft und durch ihn erhalten“. Man erzählte ihm von einem Schäfer, der mithilfe einer Springwurzel als Schlüssel den Eingang zur Schatzkammer im Berg fand, und das Märchen von den drei Vögelchen. Diese Sagen fanden dann auch einen Platz in der Sagen- und Märchensammlung der Brüder.