Von links: Pastor Holger Nolte-Günther von der Fairtrade-Steuerungsgruppe Lügde, Bürgermeister Heinz Reker, Christian Haase (MdB), Cajus Julius Caesar, Helmut Selders und Friedhelm Türich. © Volker Thiele

„Um zu zeigen, dass fairer Handel ein wachsendes, langfristes nachhaltiges und wichtiges Instrument ist, möchte ich gerne einen Baum stiften und diesen mit den Unterstützern der Fairtrade-Kampagne im Stadtgebiet pflanzen“, schrieb uns Christian Haase, Mitglied des Deutschen Bundestages im Juni 2017.

Das Angebot haben wir natürlich gern angenommen. Bis der Baum dann gepflanzt wurde, hat es noch etwas gedauert. Das lag, wie so oft im Leben, an der Terminabstimmung. Denn es wollten viele Honoratioren dabei sein, wenn der Baum seiner offiziellen Bestimmung übergeben wird.

Geliefert und aufgestellt wurde der Baum bereits am 30. Oktober 2018. Seiner Bestimmung als Fairtrade-Baum übergeben wurde er jedoch erst am 31. Oktober 2018 durch

  • Christian Haase, Abgeordneter des Deutschen Bundestages (CDU / CSU),
  • Cajus Julius Caesar, Waldbeauftragter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft,
  • Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen,
  • Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen,
  • Friedhelm Türich, Vertreter des Landesverbands Westfalen-Lippe im Bund deutscher Baumschulen, und durch unseren
  • Bürgermeister Heinz Reker.

Selbstverständlich haben sie es sich nehmen lassen, die Pflanzarbeiten die tags zuvor begonnen wurden, mit dem Spaten selbst zu vollenden.

Die Baumtaufe

Eine wunderschöne Geste hat sich die Fairtrade-Steuerungsgruppe aus unserer Nachbarstadt Bad Pyrmont einfallen lassen.


Leonie Glahn-Ejikeme und Ute Michel von der Fairtrade-Steuerungsgruppe Bad Pyrmont © Volker Thiele

Leonie Glahn-Ejikeme und Ute Michel, als Vertreterinnen der Bad Pyrmonter Steuerungsgruppe, haben in einem Kanister Heilwasser aus der Friedrichsquelle in Bad Pyrmont mitgebracht und damit den Baum angegossen. Kann man einen Fairtrade-Baum liebevoller „taufen“?

Unser Fairtrade-Baum ist eine Linde


Von links: Holger Nolte-Günther, Cajus Julius Caesar, Christian Haase, Leonie Glahn-Ejikeme, Heinz Reker, Helmut Selders und Friedhelm Türich. © Volker Thiele

Linden mussten ja schon für vieles „herhalten“. Es gibt zum Beispiel die Tanzlinde, die Gerichtslinde und die Kaiserlinde.

Die Bezeichnung Kaiserlinde tragen Linden, welche früher zu herausragenden Ereignissen in Zusammenhang mit dem Kaiser bzw. zu national bedeutsamen Daten gepflanzt wurden.

de.wikipedia.org: Kaiserlinde

Tatsächlich können wir bei unserer Fairtrade-Linde auch von einer Kaiserlinde sprechen. Lügde ist seit dem 14. Mai 2017 Fairtrade-Stadt. Der Baum ist von Christian Haase als Anerkennung für die Auszeichnung von Lügde als Fairtrade-Stadt gestiftet worden. Und der botanische Namen unserer Fairtrade-Linde lautet: Tilia europaea 'Pallida' – die deutsche Bezeichnung dazu ist: Kaiserlinde.


Herbstliche Krone der Fairtrade-Kaiser-Linde © Volker Thiele

Die Fairtrade-Linde ist bereits elf, zwölf Jahre alt. Aufgewachsen ist sie ganz in der Nähe von Lügde, in Horn-Bad Meinberg, wo sie von Experten gehegt und gepflegt wurde.

Auch der Standort unserer Fairtrade-Linde ist ein sehr schöner. Sie hat ihren Platz zwischen den Eingangsbereichen des Emmerauenparks und des Naturschutzgebietes Emmertal. Die Wege die an ihr vorbeiführen, führen direkt zur Fairtrade-Stadt Bad Pyrmont, zum Emmerauenpark und zum Freibad Lügde.

Wir finden, das ist eine gute Basis dafür, die Fairtrade-Linde zu einer Art Landmarke „heranwachsen“ zu lassen. Und dafür haben wir auch schon einige Ideen …

Update 5.11.2018:

Wofür steht die Fairtrade-Linde?

Von links: Holger Nolte-Günther, Cajus Julius Caesar, Christian Haase, Leonie Glahn-Ejikeme, Heinz Reker, Helmut Selders und Friedhelm Türich. © Volker Thiele

Diese Frage wird uns oft gestellt. Wir glauben, dass die folgenden Zitate das sehr gut verdeutlichen.

"Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, mit Lügde eine passende Stadt für diese Pflanzaktion zu finden. Wir gehen ganzheitlich vor, denn seit Mai 2017 darf Lügde offiziell den Titel Fairtrade-Stadt tragen. Dabei geht es zum einen um faire Preise für Produkte, zum anderen spielt aber auch der Gedanke der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Man kann die Bemühungen der Stadt wohl kaum besser adeln, als durch die Pflanzung eines Baumes, den Inbegriff der Nachhaltigkeit. Ich freue mich, dass die Aktion vonseiten der Stadt mit so viel Euphorie aufgenommen wurde. Es bestehen schon viele Ideen zur weiteren Einbindung der "Fair-Trade-Linde" in Veranstaltungen der Ortsgemeinschaft"

Christian Haase, Mitglied des Deutschen Bundestages, [1]

Die Fairtrade-Linde soll symbolisieren, dass Lügde sich für den fairen Handel einsetzt. Sie soll zugleich ein Zeichen für Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit sein.

"Mit jedem gepflanzten Baum leisten wir einen konkreten Beitrag für die Umwelt und das Klima, denn mehr Stadtgrün sorgt für Abkühlung und kann helfen, Wetterextreme zu begrenzen. Gleichzeitig schaffen wir wertvollen Lebensraum für viele Insekten und Tiere", so BdB-Präsident Helmut Selders anlässlich der Baumpflanzaktion. "Doch der Klimawandel, das hat uns dieser Dürresommer sehr deutlich vor Augen geführt, setzt den Bäumen zunehmend zu, im öffentlichen wie im privaten Bereich. […]"

Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), [1]

Die Fairtrade-Linde ist daher nicht nur ein Symbol, sie leistet auch einen konkreten Beitrag für die Umwelt und das Klima – als Lebensraum für Insekten und Tiere, als Schattenspender und so weiter.

[1]: www.presseportal.de, 5.11.2018:
Mit Bäumen dem Klimawandel entgegenwirken: Bundestagsabgeordneter Christian Haase (CDU/CSU) und BdB-Präsident Helmut Selders pflanzen eine Kaiserlinde im nordrhein-westfälischen Lügde

Update 25.3.2019:

Seit dem 21. März 2019 hat unsere Fairtrade-Linde auch ein Namensschild. Darauf zu sehen ist der Schriftzug „Fairtrade-Linde“, der Umriss von einem Linden-Blatt, und das offizielle Pflanzdatum der Fairtrade-Linde „31.10.2018“.

Das Namensschild unserer Fairtrade-Linde © Volker Thiele

2.11.2018